TOP Ö 8: Windkraftanlagen im Altenhimmel; Beratung über das weitere Vorgehen

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Sachverhalt:

 

Zwischen Montag, den 08.11.2021 und Mittwoch, den 10.11.2021 fanden in den Gemeinde Ahorntal, Glashütten und Hummeltal Informationsveranstaltungen zum Thema Windkraft im Altenhimmel statt.

 

Der erste Bürgermeister berichtet von den jeweiligen Informationsveranstaltungen.

 

Es wird um Beratung gebeten, wie weiter verfahren werden soll.

 

 

Wortprotokoll:

 

Zu Beginn der Beratungen nimmt der erste Bürgermeister Stellung zum Leserbrief im Nordbayerischen Kurier und teilt mit, dass es für ihn durchaus relevant sei, wenn 100.000 Vögel durch Windräder umkämen. Er hat dies lediglich in Relation zu der Tatsache, dass an Fensterscheiben in Deutschland jedes Jahr 18 Millionen Vögel umkämen gesetzt.

 

Weiterhin teilt er noch einmal seine Einschätzung mit, dass die Veranstaltung mitnichten eine Werbeveranstaltung gewesen sei, es wurden lediglich die Fakten klar auf den Tisch gelegt.

Der erste Bürgermeister macht sogleich einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen. Der Windkümmerer Franz Tremel wird nun bei den zuständigen Ministerien abklären, ob Windräder am Altenhimmel überhaupt möglich wären. Im Dezember soll Herr Tremel dann in die Sitzung des Gemeinderates eingeladen werden und von den Ergebnissen dieser Beratungen berichten.

 

Frau Kaiser bezieht im Anschluss Stellung zu der Informationsveranstaltung in Kirchahorn. Sie stellt fest, dass durchaus Widerstand da war. Sie findet auch, dass es falsch war, ein Zeitlimit zu setzen und damit die Diskussion zu beenden, vor allem vor dem Hintergrund, dass einer der beiden anwesenden Bürgermeister der benachbarten Kommunen sehr viel Zeit für seinen Redebeitrag verwendet hat. Das Auftreten des Bürgermeisters Meyer wird von Frau Kaiser auch als nicht gut bewertet, sie ist der Meinung, dass er hierdurch viel negative Stimmung hervorgerufen hat, er hätte sich vielmehr, wie eigentlich vorgesehen, auf die finanziellen Aspekte beschränken sollen. Man hätte auch den im Internet verfügbaren Windatlas zeigen können, für viele Bürger würde es einen Unterschied machen, ob man 3 oder 4 oder vielleicht 10 Windräder bauen würde. Zudem kritisiert Frau Kaiser, dass auf der Homepage erst am 08.11.2021 auf die Veranstaltung hingewiesen wurde. Frau Kaiser findet, wie auch Herr Rühr, den Vorschlag des ersten Bürgermeisters im Bezug auf das weitere Vorgehen gut.

 

Herr Peter Thiem pflichtet Frau Kaiser in Bezug auf die Homepage, die aktuell zu halten sei, und den Windatlas, der hätte gezeigt werden können, bei. Auch er hält die Zeitbeschränkung für falsch, auch weil von den 1,5 Stunden bereits 45 Minuten durch Vorträge der Bürgermeister verstrichen sind.

 

Herr Richter wirft ein, dass durchaus bereits Standorte bekannt seien, worauf der erste Bürgermeister entgegnet, dass das nicht stimmt, es gäbe lediglich eine Gebietsabgrenzung. Herr Richter antwortet, dass es sich dann eben um einen Plan mit Kreuzen handeln würde, die teilweise nur 700 m von Körzendorf entfernt seien. Würde man einen Abstand von zumindest 1000 Meter einhalten, wäre man schon über die höchsten Stellen des Altenhimmels hinüber. Herr Richter würde hierzu gerne einige Bilder, die er auf einem Stick dabei hat, zeigen.

 

Der erste Bürgermeister versagt das und bittet Herrn Richter, so etwas ordentlich zu beantragen und dann einen Sachvortrag zu halten.

 

Herr Richter wirft noch einmal ein, dass seiner Meinung nach die Bürger nicht ordentlich über mögliche Standorte informiert wurden.

 

Frau Kaiser teilt hierzu mit, dass es sich um eine Anfangsinformationsveranstaltung handeln sollte. Abstände und Standorte stünden noch nicht fest.

 

Herr Büttner und Herr Martin Thiem weisen darauf hin, dass für sie ein Abstand von 1.000 Meter Voraussetzung sei, dies wäre bisher auch Gesprächsgrundlage gewesen.

 

Für Herrn Peter Thiem sollte man sich nicht exakt auf mindestens 1.000 Meter festlegen, auch bei 900 Metern hätte er keine Bauchschmerzen.

 

Die Herren Schoberth und Haas sind auch dafür, die Planungen wie vom ersten Bürgermeister vorgeschlagen, fortzuführen.

 

Herr Sebastian Knauer findet, dass es sich um eine Grundsatzentscheidung handeln würde. Er selbst spricht sich für die Windräder aus, auch die finanziellen Aspekte sollten hier eine Rolle spielen.