TOP Ö 6: Antrag auf Vorbescheid; Nutzungsänderung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in ein betriebliches Gebäude zur Nutzung als Lagerraum und als Arbeitsstätte zum Bearbeiten von Holzwerkstoffen auf der Fl.Nr.99 der Gemarkung Volsbach

Beschluss: Abstimmungsergebnis:

Abstimmung: Ja: 12, Nein: 1

Sachverhalt:

 

Das Bauvorhaben befindet sich im Außenbereich und ist demnach nach § 35 BauGB zu bewerten. Nachdem keine der Vorschriften des § 35 Abs.1 BauGB einschlägig ist, muss das Vorhaben nach § 35 Abs.2 BauGB beurteilt werden.

 

Nach § 35 Abs.2 BauGB können Vorhaben im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.

 

Die verkehrsmäßige Erschließung ist durch die Lage des Grundstücks an dem Anliegerweg Fl.Nr. 97 Gemarkung Volsbach gesichert.

 

Die Erschließung mit Wasser und Abwasser ist, sofern dies benötigt wird, bisher nicht gesichert. Aufgrund der Entfernung zur bestehenden Wasserleitung und zum Kanal wäre mit dem Antragsteller hier gem. § 7 Entwässerungssatzung bzw. § 8 Wasserabgabesatzung jeweils eine Sondervereinbarung abzuschließen.

 

Inwieweit durch die Ausführung oder Benutzung der Maschinenhalle öffentliche Belange beeinträchtigt werden, wird in der Folge vom Landratsamt Bayreuth als Baugenehmigungsbehörde geklärt. 

 

 

Wortprotokoll:

 

Herr Peter Thiem hat große Bedenken, dass das Landratsamt Bayreuth adem Bauvorhaben zustimmen wird.

 

Auch Frau Debuday hat aufgrund der Lage des Bauvorhabens im Außenbereich an einem schmalen Feldweg und wegen der von möglichen Emissionen betroffenen Anwohner Bedenken. Sie weißt darauf hin, dass das Gebäude dort steht, weil es bisher landwirtschaftlich privilegiert war.

 

Herr Neuner schließt sich den Bedenken an und verweist auf die nahe Wohnbebauung. Zudem liege das Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet.

 

Herr Sebastian Knauer verweist darauf, dass Herr Brendel im Gegensatz zu vielen anderen, den richtigen Antragsweg gewählt hat, er möchte die Bürger unterstützen.

 

Herr Martin Thiem meint, man sollte Herrn Brendel ein anderes Grundstück anbieten. Der erste Bürgermeister verweist darauf, dass man keine geeigneten gewerblichen Grundstücke hätte.

 

Auch Herr Schoberth möchte sein Einvernehmen erteile, was dann das Landratsamt entscheiden wird, steht auf einem anderen Blatt.

 


Beschlussvorschlag:

 

Das gemeindliche Einvernehmen zum Antrag auf Vorbescheid wird erteilt.